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Bienen lassen sich mit Blütenduft beruhigen

Gerüche können bei Bienen Aggressionen dämpfen. Forscher aus Frankreich und Australien fanden heraus, dass Honigbienen sich durch Blütendüfte davon abbringen lassen, ihren Feind zu attackieren. Stattdessen entscheiden sie sich für den Geruch ihrer Nahrung.

Wenn Wächterbienen das Gefühl haben, der Stock mit der Königin, der Brut und der Nahrung sei bedroht, attackieren sie. Besonders dunkle Farben und schnelle Bewegungen machen diese Arbeiterinnen aggressiv. Die Wächterinnen schlagen Alarm, indem sie Alarmstoff ausstoßen. Die anderen Bienen im Nest oder in der Nähe nehmen ihn wahr, lokalisieren den Feind und greifen ihn ebenfalls an, um die Bedrohung vom Stock abzuwenden. Als erste kommen Soldatinnen den Wächterinnen zur Hilfe, aber auch andere Arbeiterinnen reagieren auf die Alarm-Pheromone. Forscher fanden nun heraus, dass Bienen sich von ihren Attacken abbringen lassen, wenn sie ihnen zusätzlich zu den Alarmpheromonen Düfte aus Blüten um die Fühler sprühten. Dass die Substanzen die Bienen beruhigen, dürfte daran liegen, dass sie eine wichtige Rolle im Leben der Insekten spielen. Die Substanzen machen Bienen Appetit. Das funktioniert sogar bei frisch geschlüpften Bienen, was zeigt, dass dieser Mechanismus genetisch verankert ist.

Erst dachten die Forscher, der Blütenduft überdecke das Alarmsignal, sodass die Bienen es nicht mehr riechen können. Doch das haben sie in weiteren Experimenten ausgeschlossen. Sie vermuten vielmehr, dass das Gehirn der Bienen abwägen muss zwischen den unterschiedlichen Geruchsreizen. In diesem Konflikt zwischen Nahrung oder Verteidigung entscheidet sich die Biene für die tief verwurzelte, angeborene Reaktion auf die Blütendüfte. Das verringert die Aggression.

Die Ergebnisse können den Imkern dabei helfen, ihre Bienenvölker ruhig zu halten. Für einen Imker kann das beispielsweise bedeuten, dass er nur einen statt zehn Stichen abbekommt, wenn er seine Bienen verärgert, stellen die Forscher fest. Außerdem ist es eine Biomethode ohne Pestizide oder sonstige menschengemachte Chemie.

Quelle: Fachblatt "Nature Communications".https://www.nature.com/articles/ncomms10247

Tags: Bienenwissen

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