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Ihre BIOLAND-Imkerei aus Bühl im Schwarzwald, in 4. Generation, Tel. 07223 - 95115 59
Bioland

Interview mit dem Imkermeister Teil 2

Interview mit dem Imkermeister Teil 2

F.: Was ist für den Imker in Winter zu beachten?

Stefan Kumm: Bienen brauchen Winterruhe. Der Imker muss für eine erschütterungsfreie und möglichst leise Umgebung sorgen. Werden Bienen immer wieder aufgeschreckt haben sie Stress und dieser Stress lässt die Bienen mehr Futter verbrauchen. Diese Umwandlung von Futter in Energie führ dazu, dass sich die Kotblase der Bienen zu schnell füllt. Kann sie bei kalten Temperaturen nicht im Freien koten, dann muss die das innerhalb der Behausung tun. Diese Durchfallerkrankung nennt der Imker Ruhr.

F.: Warum werden die Bienen im Winter mit einer Zuckerlösung gefüttert?

Stefan Kumm: Sie werden nicht im Winter damit gefüttert sondern im Spätsommer für den Winter!

Die Bienen fressen den Zucker, den wir ihnen geben und wandeln diesen in Energie (Wärme) um. Den Rest verdaut sie.
Wäre dies nun ein mineralreicher Wald- oder Tannenhonig, dann würde sich die Kotblase viel schneller füllen als bei Zucker. Sie hätte dann den natürlichen Drang abzukoten.

F.: Und das bedeutet dann?

Stefan Kumm: Die Biene kotet nicht im Stock. Sie versucht dies zu verhindern, da sonst eine Kontamination mit Kot stattfinden würde. Diese Verunreinigung im Stock nennt man Ruhr.

Sie wartet ab bis ein geeigneter Tag für den Reinigungsflug gekommen ist.

F.: Wann findet dieser „Reinigungsflug“ statt?

Stefan Kumm: Ab dem 21.Dezember wenn die Tage wieder etwas länger werden bereiten sich die Bienen auf einen Reinigungsflug vor. Das heißt sobald die Temperaturen höher und die Tage wieder länger werden. Sie fliegen raus und koten ab. Wenn es vor den Stöcken schneebedeckt ist, kann es sein, dass die Bienen „schneeblind“ werden.

F.: Schneeblind? Was bedeutet das?

Stefan Kumm: Die Bienen werden orientierungslos da ihr Instinkt ihnen sagt, dass Licht oben ist. Es kann sein, dass sich die Bienen im Fliegen umdrehen, weil Sie denken, dass die Sonne unten ist. Sie verlieren die Orientierung und finden nicht mehr zurück. Sie landen im Schnee und erfrieren leider sehr schnell. Aus diesem Grund vermeiden Imker, ihre Stöcke in die Nähe von Wasser zu stellen, da die Spiegelung des Wassers den gleichen Effekt hat wie Schnee.

F.: Wie verhindert der Imker die Schneeblindheit?

Stefan Kumm: Einige Imker streuen Asche vor die Bienenkästen. Diese Maßnahme mindert die Reflektion und bricht das Licht. Eine sehr aufwändige Methode, aber durchaus wirkungsvoll.

 

Herzlichen Dank Stefan für das interessante Gespräch!


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