Honigernte
Für den Imker der spannendste Moment im Bienenjahr: Die Honigernte. Erfahre alles Wissenswerte darüber wie und wann Honig geerntet wird.
Wann wird Honig geerntet?
Grundsätzlich ist Folgendes vor der Honigernte zu beachten:
Der Honig muss reif sein
Wird der Honig zu früh geerntet, hat das einen entscheidenden negativen Einfluss auf dessen Qualität. Unreifer Honig hat einen höheren Wassergehalt und kann schnell gären. Da niemand sauren Honig möchte (mal abgesehen vom Honigwein), sollte gewartet werden, bis der Honig wirklich reif ist.
Woran erkennt man reifen Honig?
Es gibt verschiedene Methoden, um herauszufinden, ob der Honig geerntet werden kann. Ein Anzeichen für den Imker ist, dass der Honig in den Waben verdeckelt ist. Verdeckeln bedeutet, dass die Bienen eine dünne Wachsschicht über die, mit Honig befüllten, Waben bauen. Sind die Waben zu mindestens zwei Dritteln verdeckelt, ist es relativ sicher, dass der Honig reif ist.
Eine weitere einfache Methode, um festzustellen, ob die Ernte erfolgen kann, ist die sogenannte Spritzprobe. Dabei wird eine unverdeckelte Honigwabe ruckartig nach unten gerissen. Ist der Honig noch zu nass, wird er aus der Wabe gespritzt.
Mit Hilfe eines sogenannten Refraktometers kann der genaue Wassergehalt des Honigs ermittelt werden. Hierzu wird etwas Honig auf der Messfläche des Gerätes verteilt. Das Refraktometer zeigt nun den genauen Wassergehalt des Honigs an. Nach der Bestimmung des deutschen Imkerbundes darf Honig nicht mehr als 18% Wasser enthalten. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Wassergehalt in den äußeren Waben meist höher ist, da der erste Honig in den mittleren Waben des Honigraumes eingetragen wird.
Den Bienen darf nicht der gesamte Honig weggenommen werden
Honig ist Nahrung für die Bienen, daher sollte nur geerntet werden, wenn ihnen nach der Honigernte noch ausreichend Reserven zur Verfügung stehen. Die Menge des Honigertrages kann stark variieren, üblicherweise kann von 20-30 Kilogramm pro Volk ausgegangen werden.